Erinnerungen an Noa

Es ist nicht meine erste Schwangerschaft, diese jetzt mit Noa. Und auch nicht meine erste Komplikation. Einige Schwangerschaften sind schon vor der zwölften Schwangerschaftswoche unglücklich geendet. Damit es diesmal gut geht, hatte ich eine OP. Doch jetzt habe ich eine Infektion. Und Wehen. Diese scheiss Wehen. Schließlich kommt meine Ärztin, blickt mir in die Augen und sagt: „Es tut mir so leid, Ihr Kind muss jetzt geboren werden. Wir bekommen die Infektion nicht in den Griff.“
Beerdigungen
Was wir beerdigt haben (und was nicht).
#1
Die Naivität und ungetrübte Freude einer ersten Schwangerschaft.
Den Begriff „guter Hoffnung sein“.
Vom Umziehen

Vor fast 9 Jahren starb unser Sohn Felix. Ich war schwanger in der 39. Woche. 2 Tage vor seinem Tod träumte ich, dass ich mein Kind tot zur Welt bringen würde. Die gesamte Schwangerschaft hindurch hatte ich befürchtet, dass etwas nicht stimmt. Ein Gefühl zwischen Angst und Ahnung.
Vom Aushalten

Mein Kind war gestorben. Und jetzt stand die Beerdigung an. Eigentlich sollte ich jetzt viel Zeit im Bett verbringen, mit meinem Baby kuscheln, stillen, ausruhen, wickeln, müde und glücklich sein.
Vom Bleiben

Als unser Kind Felix starb und ich buchstäblich am Boden war, da waren viele Menschen schnell dabei, mir aufhelfen zu wollen. Doch was mir am meisten half und mich Stück für Stück durch meinen Schmerz hindurchtröstete, anstatt darüber hinweg, waren all diejenigen, die einfach blieben, während ich weder aufstehen wollte noch konnte.
Ein Jahr mit-ohne Felix

was uns im ersten jahr geholfen hat
hinsehen
beistehen
mitgehen
Brief an dein Kind: Leon

Für die Abschiedsfeier von Leon haben seine Eltern einen Brief an ihr Kind geschrieben und so ihrer tiefen Liebe und Verbindung zu ihm Raum gegeben. Wir sind zutiefst dankbar, dass wir ihre berührenden Worte hier teilen dürfen.