Beerdigungen
Was wir beerdigt haben (und was nicht).
#1
Die Naivität und ungetrübte Freude einer ersten Schwangerschaft.
Den Begriff „guter Hoffnung sein“.
Vom Umziehen

Vor fast 9 Jahren starb unser Sohn Felix. Ich war schwanger in der 39. Woche. 2 Tage vor seinem Tod träumte ich, dass ich mein Kind tot zur Welt bringen würde. Die gesamte Schwangerschaft hindurch hatte ich befürchtet, dass etwas nicht stimmt. Ein Gefühl zwischen Angst und Ahnung.
Vom Aushalten

Mein Kind war gestorben. Und jetzt stand die Beerdigung an. Eigentlich sollte ich jetzt viel Zeit im Bett verbringen, mit meinem Baby kuscheln, stillen, ausruhen, wickeln, müde und glücklich sein.
Vom Bleiben

Als unser Kind Felix starb und ich buchstäblich am Boden war, da waren viele Menschen schnell dabei, mir aufhelfen zu wollen. Doch was mir am meisten half und mich Stück für Stück durch meinen Schmerz hindurchtröstete, anstatt darüber hinweg, waren all diejenigen, die einfach blieben, während ich weder aufstehen wollte noch konnte.
Ein Jahr mit-ohne Felix

was uns im ersten jahr geholfen hat
hinsehen
beistehen
mitgehen
Segen für dein OHNE

G*tt segne das OHNE,
mit dem du lebst.
G*tt segne dein Kind,
das dir hier so sehr fehlt.
Klage nach der Beerdigung eines Kindes

Heute trägt meine Seele Schwarz, G*tt,
ein Kleid aus Leid
das mich umhüllt
und mein leer geweintes Herz.
Brief an dein Kind: Leon

Für die Abschiedsfeier von Leon haben seine Eltern einen Brief an ihr Kind geschrieben und so ihrer tiefen Liebe und Verbindung zu ihm Raum gegeben. Wir sind zutiefst dankbar, dass wir ihre berührenden Worte hier teilen dürfen.
Buchvorstellung: Stilles Herz

Mit Clara und Erik als fiktiven Figuren erzählt Josephine Links auf berührende Weise von ihren eigenen Erfahrungen, lässt uns eintauchen in einen großen Verlust, in tiefe Dunkelheit und die Kraft und Schönheit des Neubeginns.
Das Licht, das Schatten leert

Die Autorin schildert in dieser Graphic Novel schonungslos ehrlich und ausführlich, wie es ihr nach dem Verlust ihres Babys geht – und wie anders ihr Freund mit seiner Trauer umgeht, dass sie aber als Paar in ihrer Not zusammengehören und sich gegenseitig brauchen.